Als Kerstins Sohn das erste Mal Taschengeld bekommen hat, stand sie mit ihrem Portemonnaie in der Küche und dachte: "Joa, und wie viel jetzt genau? Ist es immer noch der Euro pro Schuljahr?" Genau diese Frage googeln jeden Monat tausende Eltern.
Deshalb bekommst du hier die aktuelle Taschengeldtabelle aus 2025 (Quelle: Deutsches Jugendinstitut)... Zahlen aus 2026 gibt es auf der Seite noch nicht, die in der Tabelle sind die aktuellsten. Dazu unsere ehrliche Einschätzung aus dem Alltag mit zwei Grundschulkindern.
Die Taschengeldtabelle 2025 des deutschen Jugendinstituts im Überblick
Die kurze Antwort vorweg: Taschengeld startet sinnvollerweise mit etwa 1 Euro pro Woche ab dem Vorschulalter oder zur Einschulung. Ab etwa 10 Jahren wechselst du auf eine monatliche Auszahlung. Die folgende Tabelle orientiert sich an den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts und der Jugendämter:
| Alter | Empfohlenes Taschengeld |
|---|---|
| Unter 6 Jahre | 1 bis 2 € pro Woche |
| 6 bis 7 Jahre | 2 bis 3 € pro Woche |
| 8 bis 9 Jahre | 3 bis 4 € pro Woche |
| 10 bis 11 Jahre | 15 bis 25 € pro Monat |
| 12 bis 13 Jahre | 20 bis 30 € pro Monat |
| 14 bis 15 Jahre | 25 bis 45 € pro Monat |
| 16 bis 17 Jahre | 40 bis 60 € pro Monat |
| ab 18 Jahre | 55 bis 75 € pro Monat |
Wichtig: Das sind Orientierungswerte. Dein Familienbudget entscheidet. Ein Kind lernt mit 2 Euro pro Woche genauso viel über Geld wie mit 5 Euro. Es kommt auf die Regelmäßigkeit an, nicht auf die Summe.
Ab wann ist Taschengeld sinnvoll?
Sobald dein Kind versteht, dass man Dinge gegen Geld tauscht. Bei den meisten Kindern klappt das im Vorschulalter, spätestens zur Einschulung. Der Schulstart ist ein wunderbarer Zeitpunkt: Dein Kind erlebt sowieso gerade einen neuen Lebensabschnitt und ist stolz auf jede neue Verantwortung.
Am Anfang gilt: lieber wöchentlich als monatlich. Eine Woche kann ein Erstklässler überblicken, einen Monat noch lange nicht. Die Umstellung auf monatliches Taschengeld passt gut ab etwa 10 Jahren, wenn dein Kind schon Erfahrung mit dem Einteilen gesammelt hat.
Die 5 wichtigsten Taschengeld-Regeln
1. Pünktlich und unaufgefordert zahlen.
Taschengeld ist eine verlässliche Abmachung. Wenn dein Kind jede Woche danach fragen muss, lernt es Betteln statt Planen. Wir haben für unsere Newsletter Member auch einen Taschengeldvertrag als Goodie :)
2. Taschengeld ist bedingungslos.
Es ist an keine Gegenleistung geknüpft. Gute Noten, aufgeräumte Zimmer und Taschengeld sind getrennte Baustellen.
3. Dein Kind entscheidet selbst.
Auch wenn es das Geld für Quatsch ausgibt. Gerade dann lernt es am meisten. Fehlkäufe mit 3 Euro sind die günstigste Finanzbildung der Welt :)
4. Kein Taschengeldentzug als Strafe.
Sonst wird Geld zum Druckmittel und verliert seine Lernfunktion.
5. Einmal im Jahr anpassen.
Der Geburtstag oder der Schuljahresbeginn sind gute Anlässe, um die Summe gemeinsam neu festzulegen.
So behält dein Kind den Überblick
Geld bekommen ist das eine. Geld einteilen das andere. Bei uns zuhause hat sich bewährt, das Taschengeld sichtbar zu machen: Was kommt rein, was geht raus, worauf spare ich gerade? Genau dafür haben wir den Millemaus Taschengeld Planer entwickelt. Der Ringordner enthält drei Blöcke: Taschengeld-Planer, Ausgaben-Tracker und Sparziel-Tracker. Kindgerecht, nachfüllbar und auf Recyclingpapier gedruckt.
Übrigens: Vom 20. bis 26. Juli läuft unsere Schulstart Aktion mit 40% Rabatt. Wenn du zum Schulstart mit dem Taschengeld beginnen möchtest, ist das der perfekte Zeitpunkt für die Grundausstattung.
Isabelle und Kerstin
Häufige Fragen zum Taschengeld
Wie viel Taschengeld für ein 6-jähriges Kind?
Für 6-Jährige empfehlen Jugendämter 1 bis 2 Euro pro Woche. Die Summe klingt klein, reicht aber völlig. Dein Kind übt damit die Grundlagen: warten, sparen, entscheiden.
Sollte Taschengeld wöchentlich oder monatlich gezahlt werden?
Bis etwa 9 Jahre wöchentlich, ab etwa 10 Jahren monatlich. Jüngere Kinder können längere Zeiträume noch schwer überblicken. Die monatliche Zahlung ist dann der nächste Lernschritt in Richtung Budgetplanung.
Muss ich Taschengeld zahlen?
Eine gesetzliche Pflicht gibt es für Eltern nicht. Taschengeld ist aber das beste Übungsfeld für den Umgang mit Geld. Kinder, die früh eigenes Geld verwalten, treffen später sicherere Finanzentscheidungen.
Was ist, wenn das Taschengeld sofort ausgegeben wird?
Das ist am Anfang völlig normal und sogar wertvoll. Dein Kind erlebt die Konsequenz: Das Geld ist weg und das Warten bis zur nächsten Auszahlung fühlt sich lang an. Begleite das liebevoll statt zu retten. Nachschläge untergraben den Lerneffekt.
Du möchtest direkt starten? In unserem Newsletter bekommst du einen kostenlosen Taschengeldvertrag als PDF. Damit wird die erste Taschengeld-Abmachung für dein Kind richtig offiziell.