Bei Millemaus dreht sich alles darum, dass Kinder einen guten Umgang mit Geld lernen. Taschengeld aufteilen, sparen, bewusst ausgeben. Aber es gibt noch eine zweite Seite der finanziellen Bildung, und die liegt bei uns Eltern: das Geld, das für unsere Kinder wachsen darf, während sie groß werden. Wir persönlich haben für unsere Kinder Depots. Wie sehr hätten wir uns das auch damals gewünscht :)
Und genau dieses Thema landet bei vielen Familien immer wieder auf der „mach ich irgendwann"-Liste. Die ruhigeren Zeiten kommen selten von allein. Und beim Investieren ist ausgerechnet die Zeit der wertvollste Faktor überhaupt.
Wir sind keine Expertinnen für Investmentberatung und zeigen euch auch keine Schritt für Schritt Anleitungen oder Ähnliches... Dafür könnt ihr euch sehr gerne kostenlosen Input von Little Lion Finanzen holen :) Sangkung berät und coached seit über 13 Jahren zu Finanzen und ist Versicherungsmakler & Finanzanlagenvermittler. In dem kostenlosen Videotraining erfährst du unter anderem etwas zu diesen Themen:
Der größte Hebel ist Zeit
Viele Eltern denken, beim Investieren käme es vor allem auf die Summe an. Dabei zählt vor allem eines: früh anfangen.
Wer früh startet, nutzt den Zinseszinseffekt. Vereinfacht gesagt: Dein eingezahltes Geld kann wachsen, und die Erträge erwirtschaften mit der Zeit selbst wieder neue Erträge. Je länger das Geld arbeiten darf, desto stärker wird dieser Effekt.
Deshalb ist es oft klüger, früh mit kleinen Beträgen zu starten, als jahrelang auf den perfekten Moment zu warten. Denn der perfekte Moment kommt selten.
Du brauchst keine großen Summen
Ein weit verbreiteter Irrglaube: Investieren lohnt sich erst ab richtig viel Geld.
Gerade für Familien macht auch ein kleiner monatlicher Betrag über viele Jahre einen Unterschied. Für manche sind das 25 oder 50 Euro im Monat, für andere mehr. Entscheidend ist, dass die Sparrate realistisch ist und regelmäßig läuft.
Und das Schöne: Anpassen geht immer. Wenn sich euer Einkommen verändert, wenn Oma und Opa etwas beisteuern möchten oder wenn Geldgeschenke zur Einschulung oder zum Geburtstag sinnvoll angelegt werden sollen.
Du brauchst auch kein Finanzstudium
Aktien, ETFs, Depots, Kinderdepot, Eltern-Depot... die Begriffe können einen erstmal erschlagen. Und genau diese Überforderung führt oft dazu, dass gar nichts passiert.
Dabei reichen für den Start drei Dinge:
- Klarheit darüber, welches Ziel ihr als Familie habt
- Ein Grundverständnis dafür, wie Vermögensaufbau funktioniert
- Ein einfacher Plan, der zu euch passt
Es geht darum, gute Entscheidungen für dein Kind und deine Familie treffen zu können. Finanzprofi darfst du dabei gerne bleiben lassen.
Warten kostet mehr, als du denkst
Wir verstehen total, dass man nichts falsch machen möchte. Gerade wenn es um das eigene Kind geht.
Aber während das Geld auf dem Girokonto liegt und kaum wächst, steigen die Lebenshaltungskosten weiter. Das Geld verliert also mit der Zeit an Kaufkraft. Wer früh anfängt, wirkt dem aktiv entgegen und nutzt genau die Jahre, die beim Investieren am wertvollsten sind.
Das Beste: Beides darf zusammen wachsen
Am Ende geht es um mehr als Geld. Es geht um Sicherheit, Möglichkeiten und das gute Gefühl, für die Zukunft der eigenen Familie etwas Sinnvolles auf den Weg gebracht zu haben.
Und das Schönste daran: Während dein Geld im Hintergrund arbeitet, lernt dein Kind ganz nebenbei selbst, gut mit Geld umzugehen. Mit dem Taschengeld, dem Spardosen-System und dem Taschengeld Planer übt es im Kleinen genau das, was du gerade im Großen machst: Geld bewusst einteilen und wachsen lassen.
Wenn du beim Thema Vermögensaufbau tiefer einsteigen möchtest, können wir dir das kostenlose Videotraining von Little Lion Finanzen empfehlen. Darin erfährst du, wie du auch ohne Vorwissen und ohne große Sparsumme startest.
Denn je früher du beginnst, desto mehr Zeit hat dein Geld, für deine Familie zu arbeiten.
Isabelle und Kerstin
Häufige Fragen zum Investieren für Kinder
Ab welchem Alter lohnt es sich, für Kinder zu investieren?
Je früher, desto besser. Der Zinseszinseffekt wirkt umso stärker, je mehr Jahre das Geld arbeiten darf. Viele Familien starten direkt nach der Geburt, aber auch ein Start im Grundschulalter bringt noch viele wertvolle Jahre mit.
Wie viel Geld sollte ich monatlich für mein Kind anlegen?
So viel, wie entspannt in euer Familienbudget passt. Für viele Familien sind das 25 bis 50 Euro im Monat. Wichtiger als die Höhe ist, dass die Sparrate realistisch ist und regelmäßig läuft. Erhöhen geht später immer.
Was ist der Zinseszinseffekt?
Dein angelegtes Geld erwirtschaftet Erträge, und diese Erträge erwirtschaften mit der Zeit selbst wieder neue Erträge. Das Wachstum beschleunigt sich also über die Jahre. Deshalb ist Zeit beim Investieren der größte Hebel.
Reicht ein Sparbuch oder Sparkonto für mein Kind?
Ein Sparkonto ist ein guter Ort für kurzfristige Sparziele und fürs Taschengeld-Lernen. Für den langfristigen Vermögensaufbau wächst das Geld dort allerdings kaum, während die Lebenshaltungskosten steigen. Es verliert also mit der Zeit an Kaufkraft.
Kinderdepot oder Eltern-Depot: Was ist der Unterschied?
Bei einem Kinderdepot läuft das Depot auf den Namen des Kindes, das Geld gehört rechtlich dem Kind und steht ihm mit 18 zur Verfügung. Bei einem Depot in eurem Namen behaltet ihr die volle Kontrolle, auch über den 18. Geburtstag hinaus. Beide Wege haben Vor- und Nachteile, unter anderem bei Steuern. Schaut euch beide in Ruhe an und entscheidet, was zu eurer Familie passt.
Was passiert mit Geldgeschenken zur Einschulung oder zum Geburtstag? Geldgeschenke von Oma, Opa und Co. lassen sich wunderbar aufteilen: Ein Teil wandert in die Spardose deines Kindes zum Lernen und Ausgeben, ein Teil kann langfristig angelegt werden und mitwachsen.